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Jetzt anmeldenIrrlicht - Fleischbank
Toureninfo
Topos
Standort / Karte
Tourenbeschreibung
Abwechslungsreiche Tour im herrlichen, wasserzerfressenen Kaiserfels mit anhaltenden Schwierigkeiten. Der Steile Fels begeistert mit rauen Rissen, kompakten Platten und athletischen Überhängen. Nach den ersten sieben Seillängen freut man sich auf ein paar Meter entspanntes Gehen, bevor die Wand wieder steiler wird. Das Finale bildet die "Headwall", die von einem 50 m leicht überhängenden Riss durchzogen wird.
Der Einstieg befindet sich fast am Ende der Schlucht, welche durch Fleischbank und Totenkirchl gebildet wird. Die erste Seillänge startet recht kräftig an einem steilen Überhang an großen Griffen (je nach Schneelage in der Schlucht). Der Überhang am Anfang der zweiten Seillänge ist auch recht gutmütig, bevor es an kompakten Platten weiter zum Stand geht. In der dritten Seillänge klettert man auf Höhe des zweiten Hakens horizontal nach rechts (Köpflschlinge und Schlaghaken, am Ende kurz weniger fest). Nach dem folgenden Bilderbuch-Riss wechseln sich Wandkletterei, Verschneidungen und Platten ab, bis man das Gehgelände nach der siebten Seillänge erreicht.
Von hier klettert man in einem Bogen auf den plattigen Pfeiler rechts von der Via Classica. Die nächsten zwei Seillängen (die erste etwas schwerer, die zweite braucht dafür den Einsatz mobiler Sicherungsmittel (BD 0,75 und 1) erinnern den Kletterer daran, dass er sich im Kaiser befindet und der Fels hier ab und zu glatt sein kann.
Danach kommt die beeindruckende Schlüsselseillänge, die in die leicht überhängende "Headwall" zieht (hier hilft es ungemein, wenn der Bizeps noch in einsatzbereiten Zustand ist). Der folgende Riss lässt sich zwar immer leicht rechts davon klettern, fordert aber noch die letzten Energiereserven, bevor es dann nach dem Wandbuch leicht zum Ausstieg geht.
Jörg Meyer, Peter Heiss und Thomas Fischbacher.
2 x 60 m
12
BD: 0.4 bis 2
Helm, Doppelseil, Friends BD 0.4 bis 2, Klemmkeile, 3 Bandschlingen und erste Hilfe.
Generell ist die Tour mit Bohr- und einigen Normalhaken recht gut gesichert. In den leichteren Seillängen ist aber auch Eigeninitiative gefragt, Dort gibt es aber genügend Risse und Köpfl, die sich auf Schlingen, Keile und Friends (BD 0.4 bis 2) freuen.
Materialempfehlung: 12 Expresschlingen (davon drei verlängerbare), drei Bandschlingen und Klemmkeile.
Die Schwierigkeiten bewegen sich recht kontinuierlich im 7ten Grad.
Von der Griesneralm auf nicht zu verfehlendem Weg in Richtung Stripsenjochhaus. Nach gut einer halben Stunde zweigt links der Weg in die Steinerne Rinne ab. Dort wo der anfangs leicht fallende Weg wieder anzusteigen beginnt, rechts auf Steigspuren gerade hinauf zu der dunklen, im Frühjahr und oft auch noch im Frühsommer schneegefüllten Schlucht.
1550 m
Für den Abstieg gibt es drei Möglichkeiten:
a) über die Tour und die eingerichteten Abseilstellen abseilen (siehe Topo)!
b) weiter über den Nordgrad zum Gipfel (2-3) und dann südwestlich in einer Rinne (1-2) hinunter (gut rot markiert, BH zum Abseilen vorhanden). Unten zum Sattel zwischen Christaturm und Hintere Karlspitze. Dort zum Nordostgrat der Hinteren Karlspitze aufsteigen und zum ersten Abseilhaken abklettern (1-2). Der Weg zur Abseilpiste und die Piste sind sehr gut rot markiert. 5 bis 6-mal abseilen, dann zum Ellmauer Tor und von dort auf dem Eggersteig absteigen.
c) vom Ausstieg etwa 150 m zum Nordgrad queren und auf diesem abklettern und abseilen
Früh im Jahr kann in der Einstiegs-Schlucht noch sehr viel Schnee liegen, der dann evtl. auch schlecht begehbar ist. Dann kann man die ersten zwei Seillängen auch auf der Via Classica umgehen. Vorsicht vor Steinschlag im unteren Teil, wenn in der Nachbarroute schon Seilschaften unterwegs sind.
01.08.2026
Ausgangspunkt / Anfahrt
Von St. Johann oder Kössen nach Griesenau. Dort weiter auf der Mautstraße bis zur Griesener Alm. Öffis: Mit dem Bus von St. Johann nach Griesenau und weiter zur Griesener Alm.
Griesenau - 719 m
Parkplatz Griesener Alm - 1024 m



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