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Jetzt anmeldenGeiselstein Nordwand - Peitinger Weg
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Standort / Karte
Tourenbeschreibung
Wunderschöne alpine Klettertour mit großartiger Aussicht und abwechslungsreicher Kletterei. Besonders beeindruckend sind die markanten, breiten Wasserrillen, die der Route ihren besonderen Charakter verleihen und tolle Klettermöglichkeiten bieten.
Allerdings sollte der angegebene Schwierigkeitsgrad mit Vorsicht betrachtet werden: Die Kletterei wirkt in den von uns begangenen Passagen deutlich schwerer als angegeben. Insbesondere im Zusammenspiel mit dem alpinen Charakter, der teilweise ausgesetzten Kletterei und dem anspruchsvollen Gelände sollte die Route nicht unterschätzt werden.
Eine Tour für erfahrene Alpinkletterer, die sich auf wechselnden Fels und eine anspruchsvollere Kletterei einstellen.
Die Tour beginnt wie die meisten Klettertouren an der Nordwand über den neuen Einstieg des Markus-Niggl-Gedenkwegs (6- UIAA) - staugefahr. Anschließend folgt man der Querung nach rechts und überspringt den Standplatz „Alter Stand“, der gleichzeitig den Einstieg zum Schertelweg markiert. Direkt rechts daneben befindet sich der 1. Standplatz des Markus-Niggl-Gedenkwegs.
Von dort führt eine luftige Querung im UIAA-Grad 5- zum 2. Standplatz des Markus-Niggl-Gedenkwegs. Dieser Standplatz dient gleichzeitig als Einstieg für den Herzogweg. Bis hierher sind es etwa 45 m.
Nun folgt man einer kurzen Querung weiter nach rechts bis zum 1. Standplatz des Peitinger Wegs. Dieser Abschnitt weist eine Schwierigkeit von etwa 5 UIAA auf und ist ca. 25 m lang.
Vom ersten Standplatz des Peitinger Wegs geht es anschließend steil nach oben. Eine kurze Zickzackpassage führt zunächst nach rechts und anschließend wieder nach links zum 2. Standplatz. Die Seillänge ist etwa 30 m lang und wird mit 6 UIAA angegeben.
Nun folgt die Schlüsselseillänge der Route: Zwei große, breite und markante Wasserrillen prägen diesen etwa 30 m langen Abschnitt. Die im Führer angegebene Schwierigkeit von 6 UIAA erscheint uns dabei deutlich zu niedrig; insbesondere im Bereich der Wasserrillen liegt die tatsächliche Schwierigkeit unserer Einschätzung nach eher bei 7 bis 7+ UIAA. Der Ausstieg aus dieser Seillänge ist aufgrund der Hakenabstände auch eher schwierig und führt am Ende zum 3. Standplatz.
Anschließend folgt leichteres Plattengelände mit weiteren Wasserrillen. Die etwa 40 m lange Seillänge weist Stellen bis zu 7- UIAA auf.
Die letzte Seillänge bis zum Ende der Route ist dann wieder eine entspanntere 45 m lange Kletterei und wird mit 6- UIAA angegeben.
Ausstieg und Abstieg – ACHTUNG !
Am oberen Ende der Kletterroute beginnt ein sehr steiles und nicht abgesichertes Gras- und Schrofengelände. Der vermeintlich einfache Zustieg zum Normalweg führt rechts über etwa 150 m Klettergelände im Bereich UIAA 3–5. Das Gelände ist dabei teilweise extrem steil; stellenweise fehlen geeignete Griffe vollständig und die Tritte können durch das Gras beziehungsweise den Untergrund sehr unsicher und schwammig sein.
Aus Sicherheitsgründen wird dringend davon abgeraten, diesen Ausstieg ungesichert zu begehen.
Als sichere Alternative sollte entweder über die Route wieder abgeseilt werden oder man steigt über eine der weiter links verlaufenden Routen weiter in Richtung Gipfel. Auch dort muss allerdings mit schwierigen und teilweise nicht abgesicherten Kletterpassagen gerechnet werden. Diese weiteren MSL-Touren führen dann bis zum Gipfel („Ozean voll Phantasie“ beziehungsweise „Wunderland der Träume“). Von dort kann anschließend über den Normalweg zum Wandfuß abgestiegen werden.
Die gesamte Kletterstrecke vom Wandfuß bis zum Ende der eigentlichen Route am Grasausstieg beträgt etwa 240 m.
Wichtiger Hinweis: Die oben genannten Schwierigkeitsgrade sind als Richtwerte zu verstehen. Insbesondere die Schlüsselseillänge mit den Wasserrillen sowie der Ausstieg am oberen Routenende erscheinen uns deutlich schwieriger, als es die bisherige Bewertung vermuten lässt. Aufgrund des alpinen Charakters, der teilweise fehlenden Absicherung und des anspruchsvollen Ausstiegs sollte die Route nur von entsprechend erfahrenen Seilschaften begangen werden.
H. Berktold, M. Martin 1949
2 x 60 m
6
Ein paar in Größe 2 - 3
Teils weitere Hakenabstände mit alpinem Charakter. Es werden mind. 6 Expressschlingen und ggf. Friends in den Gr. 1-3 empfohlen.
Im Führer als 6+ angegeben. Deutlich schwierigere Abschnitte, vorallem im Bezug auf die Wasserrillenkletterei.
Mit dem Auto zum kostenfreien (Stand 08/26) Parkplatz "Wanderparkplatz zur Kenzenhütte / Hallblechtal". Vom Parkplatz am besten mit dem dortigen Bus zur Haltestelle Wankerfleck (Preise und Fahrzeiten https://www.halblech.de/kenzenhuette.html). Von hier dem Weg nach Westen bis zum Kenzenbach folgen und nach weiter nach Süden zum Bergahorntrail. Von dort führt nach ca. 50 min Gehzeit ein kleiner Weg nach links zum Wandfuß-Nordseite.
Falls man den Bus nicht nutzen möchte, muss man nochmal ca. 2 Std. Gehzeit mit einberechnen.
1300 m
Vom Gipfel bis zur Haltestelle Wankerfleck ca 1 1/2 - 2 Std.
Vom Wandfuß Nordseite ca. 40min.
15.08.2026
Ausgangspunkt / Anfahrt
Halblech - 820 m
Wanderparkplatz zur Kenzenhütte - 830 m



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