Fitz Roy über die Supercanaleta

Datum: 29 März 2026
Ort:
AV Sekt. Austria Wien

Erblickt man den Cerro Fitz Roy an der argeninisch-chilenischen Grenze zum ersten Mal, wird man in den meisten Fällen nicht unmittelbar den Wunsch empfinden, auf seinem Gipfel zu stehen. Denn die Wolkenmauer, die sich beinahe täglich über seinem Massiv aufbaut, ist mit Stürmen verbunden, die Bergsteiger*innen noch im Dorf El Chalten, 3000 Meter unter Gipfelniveau, umwerfen können.


So drängen sich für Betrachter*innen dieses Berges schnell die Attribute unzugänglich und unerreichbar auf, obwohl der Gipfel von der 1985 auf seiner Ostseite gegründeten Siedlung El Chalten zum Greifen nahe erscheint.


Die Szenerie, die sich dort präsentiert, ist vergleichbar mit einem starken Föhnsturm am Alpenhauptkamm, nur dass ausgeprägter Südstau in den Alpen eher selten vorkommt. Die Anden jedoch bilden eine Wetterscheide zwischen Ost und West und aus der Hauptwindrichtung Westen trifft die Luftströmung auf dieser südlichen Breite über ihre gesamte Reise um den Erdball nicht auf Land mit Ausnahme Patagoniens.


Nachdem wir für zwei Wochen zu sechst zahlreiche Touren auf vergletscherte Berge und Pässe durchgeführt hatten, wurde es für Stefan und mich Zeit, uns als Zweierseilschaft den Felsnadeln zu widmen. Die Aussicht auf ein mehrtägiges Wetterfenster ließ uns hoffen, unseren Traum von der Fitz Roy Traverse, einer Überschreitung aller zehn Gipfel des Massivs, Wirklichkeit werden zu lassen. Doch bevor es zur angekündigten Wetterbesserung kommen sollte, zeigte sich das patagonische Klima nochmals von seiner unwirtlichen Seite: Mitten im Sommer schneite es bis nach El Chalten auf 400 Meter Seehöhe herab, was auch für die Einheimischen ein seit Jahren nicht mehr beobachtetes Ereignis darstellte....

Anmeldung hier: https://www.alpenverein-austria.at/webcode=n261903

Eintritt: frei Spende

Zeit: 19:00

Ort: Alpenverein Austria - Rotenturmstraße 14



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