Ein Tag Eisklettern bei –11 Grad – das war die ungewollte Vorgabe für unseren ersten Test der Patagonia Fitz Roy Daunenjacke. Längeres, teilweise sehr langes Stehen beim Sichern in einem schattigen Winkel auf rund 1.500 Metern Seehöhe am 24. Dezember. Sicher gibt es angenehmere Weihnachtstage, aber wenn man die guten Eisverhältnisse bei überschaubarem Besucherandrang im Eispark Osttirol nutzen will, muss man eben zuschlagen.
Schon am Parkplatz, bei noch schönem, aber sehr kaltem Morgenwetter, kam die Patagonia Fitz Roy Daunenjacke erstmals zum Einsatz. Unsere Bekannten hatten sich etwas verspätet, und bei unter –10 Grad ist Warten alles andere als angenehm. Auch die ersten Schritte in Richtung Eiswasserfall gingen wir noch mit der Jacke, aufgrund der sehr guten Isolierung wurde uns aber trotz tiefer Temperaturen rasch warm, sodass wir die Patagonia Fitz Roy Jacke bald im Rucksack verstauten.
Im Eispark selbst folgte dann immer dasselbe Muster: Beim Sichern schlüpft man in die Patagonia Fitz Roy Daunenjacke, die dann die oberste Schicht bildet. In der großen Innentasche – die gleichzeitig auch als Packsack dient – finden die Eiskletterhandschuhe gut Platz und bleiben angenehm warm. Die zwei großen unteren Handwärmetaschen kommen beim Sichern naturgemäß kaum zum Einsatz, da man die Hände ständig am Seil hat. Die Kapuze hingegen passt hervorragend über den Kletterhelm, sodass auch nach oben keine Wärme entweichen kann.
Ab Mittag wurde es noch ungemütlicher, leichter Schneefall setzte ein. Der Schnee blieb zunächst auf der Patagonia Fitz Roy Daunenjacke liegen und schmolz teilweise. Doch auch dieses Szenario stellte kein Problem dar: Wir konnten keinen merklichen Verlust der Wärmeisolierung feststellen, oberhalb der Oberschenkel blieb es durchgehend wohlig warm. Die Kälte machte sich vor allem in den Zehenspitzen bemerkbar – je nach Schuhmodell ließ sich das bis zum Tagesende kaum beheben (nur wenig Abhilfe brachte der klassische Eisklettergarten-Trick mit der Styroporplatte).
Der Patagonia Fitz Roy Down Hoody ist im Grunde genau das, was man sich von einer Daunenjacke erwartet: Wenn es darauf ankommt, schützt sie zuverlässig vor beißender Kälte, und geringe Feuchtigkeit von außen beeinträchtigt die Isolierleistung kaum. Die Jacke lässt sich relativ klein verstauen und ist mit rund 480 Gramm auch nicht besonders schwer. Obendrein sieht die Patagonia Fitz Roy Daunenjacke wirklich schick aus – man traut sich anfangs fast nicht, sie in die raue Winterlandschaft mitzunehmen, da man damit vermutlich auch auf dem Weihnachtsmarkt eine gute Figur machen würde.
Besonders gefallen hat uns der insgesamt kuschelig-warme Eindruck: Man zieht die Jacke an und es wird sofort angenehm warm – bei gleichzeitig sehr hohem Tragekomfort. Die Jacke ist weich, das Material raschelt kaum, dennoch hat man nicht das Gefühl, dass sie beim Kontakt mit Kletterausrüstung sofort Schaden nimmt. Konzipiert wurde der Patagonia Fitz Roy Down Hoody für „eintägige Alpinbegehungen bei Kälte, die schnelles Vorankommen und minimales Gepäck verlangen“ – diesen Anspruch hat Patagonia mit Bravour erfüllt.
Natürlich erfordert auch diese Daunenjacke etwas Pflege: Wird sie nass, muss sie sorgfältig getrocknet und die Daune aufgeschüttelt werden. Die Kammern des Fitz Roy Down Hoody sind jedoch sehr geschickt angeordnet, sodass sich die Daune gleichmäßig verteilt. Auch bei der Größenwahl sollte man etwas aufpassen: Der Patagonia Fitz Roy Down Hoody fällt unserer Meinung nach eher groß aus, weshalb wir mit Größe S (statt der sonst üblichen Größe M) besser beraten waren. Hardcore-Kletterer könnten eventuell einen Zwei-Wege-Reißverschluss vermissen – uns ist dessen Fehlen nach einem langen, kalten Sicherungstag jedoch nicht einmal aufgefallen (noch voluminöser und mit Zwei-Wege-Reißverschluss – der findet das beim Patagonia Grade VII Down Parka, sogar mit 900-er-Daune.).
Fazit bergsteigen.com:
Der Patagonia Fitz Roy Down Hoody ist eine kuschelig warme Daunenjacke mit sehr guter Isolationsleistung und zugleich ein kleiner optischer Hingucker. Die Jacke ist geschickt zwischen einer leichten Daunenjacke und einer Expeditionsjacke positioniert. Patagonia ist mit dem Fitz Roy Down Hoody ein überzeugender Mix aus leichter, funktioneller Isolierjacke und dezentem Designerstück gelungen.
Fitz Roy Down Hoody
- Ripstop Außenmaterial mit einer dauerhaft wasserabweisenden DWR-Imprägnierung
- RDS 800er-Daune
- Alpinhelm-kompatible Kapuze
- 2 x Handwärmtaschen und 2 x Zipper-Brusttaschen
- Men: XS, S, M, L, XL, XXL, 3XL
- Women: XXS, XS, S, M, L, XL, XXL
- Gewicht: 485 g
- Preis UVP: 450 Euro
Web information: Patagonia

Der Patagonia Fitz Roy Down Hoody von vorne


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